Parallelen zwischen Sport und Business

Parallelen zwischen Sport und Business

Gerade im Ausdauersport sprechen wir immer wieder von Flow. Doch die Frage stellt sich, was ist Flow überhaupt? Und gibt es Flow nur im Sport oder auch im Business und Alltagsleben?

Zum Thema: Flow-Erleben in Sport und Business

Als Personal-und Fitnesstrainer arbeite ich mit meinen Klienten an unterschiedlichen (natürlichen) Bewusstseinszuständen.

Diese werden z.B im Tiefschlaf, Traum, Flow, in Wachheit und Stress erreicht. Dabei kommt es für mich als Personal Trainer darauf an, wo die Hirnwellen-Frequenz liegt. Um gezielt einen Flow-Zustand zu erreichen bedarf es an einer Hirnwellen-Frequenz von 8-12 Herz. Das ist dann die Phase zwischen der Theta-Frequenz 4-6,9 Hz (Traum) und der Alpha-Frequenz 8,1-13,0 Hz (Wachheit)

Das bedeutet, das für ein Flow-Erleben ein Aktivitätslevel notwendig ist, welches weder zu stark noch zu schwach ist. 

Abgesehen von der rein physischen Ebene, gibt es aber auch einige Merkmale, die sich mental wiederfinden lassen. Als Personal Trainer nutze ich drei Hauptkriterien zur Steigerung des Flow-Zustands:

  1. Voller Fokus im Hier und Jetzt
  2. Eine innige Verbindung mit der Tätigkeit
  3. Selbstwirksamkeit beim Tun

Sind alle drei Kriterien erfüllt, wird ein Flow-Erleben sehr wahrscheinlich. Klar ist auch: Bin ich in der Lage, die Kriterien willentlich zu beeinflussen, kann ich somit auch willentlich Flow-Momente herstellen. 

Der Weg zum „Hier und Jetzt“

Viele reden von Fokus und auch vom im „Hier und Jetzt“ sein. Doch immer wieder sind einige Unternehmer, Führungskräfte, Sportler nicht in der Lage, diesen Zustand herzustellen. Ein Kernelement, welches direkte Auswirkungen auf dieses Kriterium hat, ist das Training der Achtsamkeit in Form von Übungen, wie zum Beispiel Meditation. Hier geht es vor allem darum, regelmäßig den Fokus herzustellen, zu bündeln und zu trainieren. Was in Ruhe praktiziert wird, kann Stück für Stück auch in den Alltag und schlussendlich in Wettkampfsituationen angewandt werden.

Resonanz und Selbstwirksamkeit

Wie sieht es hingegen mit dem zweiten Kriterium für Flow aus? Bei Sportlern ist die eigentliche Tätigkeit natürlich das Sporttreiben als solches – so weit, so klar. Doch wie schafft man es, hierzu eine innige Verbindung herzustellen? Das Stichwort ist Resonanz. Diese Verbindung zur Tätigkeit entsteht natürlich nicht immer von allein, auch hier können einige Tricks helfen. Ein sportliches Ziel und die Aufteilung in Teilziele macht es der Resonanz einfacher „vorbeizuschauen. Aber nicht nur Ziele, sondern auch eine Vision generell – ob nun sportlich, privat oder persönlich. Wenn ich mir im Klaren bin, wo es hingehen soll, fällt die Motivation leichter und die Verbindung wird intensiver. Ähnliches natürlich auch im Mannschaftssport. Wenn jedes Teammitglied weiß, wofür es in der Halle oder auf dem Platz steht, wird das Flow-Erleben auch im Team wahrscheinlich.

In meinem Personal Training und / oder Fitnesstraining gehe ich gezielt darauf ein. Ich stelle gemeinsam mit meinen Klienten, eine innige Verbindung her.

Parallelen zwischen Sport und Business

Der dritte Punkt Selbstwirksamkeit kann hier wortwörtlich genommen werden. Es geht darum, mit seinem eigenen Tun wirksam zu sein. Sich selbst, wirksam zu erleben. Ob Unternehmer, Führungskraft, Sportler etc.müssen also in der Lage sein, ihr eigenes Tun zu beobachten, die resultierenden Wirkungen zu registrieren und entsprechend einzuordnen.

Nicht umsonst, erleben viele Menschen in der Kunst unheimliche Selbstwirksamkeit: Das Ergebnis ist sofort sichtbar! Bei Sportlern ist das durch die einseitige Zielfokussierung nicht immer beobachtbar. Nehmen wir eine gewünschte Top-Platzierung bei einem Wettkampf als Ziel. Viele Athleten haben auf dem Weg dorthin nur das Endziel im Blick und sind nicht in der Lage, die Teilschritte so zu registrieren, dass auch hier Motivation und Energie gezogen wird. Neben der Tatsache, dass der unheimliche Zeitaufwand des Trainings bis zur Zielerreichung ungeachtet bleibt, wird es an einem Punkt kritisch: Was passiert, wenn das Ziel nicht erreicht wird, und währenddessen keine Selbstwirksamkeit erlebt wurde?

Themen wie Resonanz und Achtsamkeit finden bei vielen Unternehmern keinen Platz im Alltag, können aber unheimlich hilfreich sein.

Denn eines ist in Sport und Business definitiv gleich: Die Akteure sind so genannte High-Performer. Es geht häufig nur um die Leistung, und diese muss auf den Punkt erbracht werden können. Für eine gesunde und nachhaltige Zielerreichung, aber auch generell Arbeitswelt sind Themen wie Flow deshalb von großer Bedeutung.

Als Personal Trainer ist es mir immens wichtig, auch das Bewusstsein zu schulen.



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